3. Januar: Dreikönigs-Trial in Stettfeld

"Saisonstart mit den Allrad-Freunden-Heidelsheim"

Ein Bericht von Astrid Freidinger

Eisige Temperaturen und ein nicht besonders freundlicher Wind läuteten am Sonntag, den 3. Januar das etwas vorverlegte Dreikönigs-Trial ein, weshalb die meisten Teilnehmer passend dazu im Eskimo-Outfit erschienen. Der Saisonstart 2010 wurde von den Allrad-Freunden-Heidelsheim e. V. (AFHeV) erstmalig in heimischen Gefilden, auf einem Gelände bei Ubstadt-Weiher eröffnet. Mit von der Partie waren auch dieses Mal die Offroad Freunde Kurpfalz e. V., mit welchen die Kraichgauer schon seit Jahren eine tiefe Freundschaft verbindet. Der Heidelsheimer Verein, den es zwar erst sein 2003 gibt, aber mittlerweile deutlich über 80 Mitglieder zählt, verfügt über 19 Lizenzfahrer, also Fahrer die an Meisterschaften teilnehmen dürfen. Der Erfolg der Heidelsheimer Crew kann sich allerdings auch sehen lassen: sie stellten in den vergangenen Jahren einen deutschen Meister und können auch auf weitere zahlreiche Erfolge in verschiedenen Wettbewerben zurückblicken. Aber was heißt eigentlich Trial? Trail bezeichnet das Geschicklich- keitsfahren im Gelände, bei dem es aufgeschüttete Passagen mit einem allradangetriebenen Fahrzeug zu überwinden gilt. Die Geländefahrzeuge weisen meist Leistungen zwischen 60 und 200 PS auf und zudem macht es Sinn, dass die Autos von ihren Fahrern für diese speziellen Aufgaben modifiziert werden. Allein die Art der Reifen, die bei einem solchen Wettbewerb benutzt werden, nehmen dem Fahrzeug die Straßentauglichkeit. Die aufgeschütteten Passagen, Sektionen genannt, wurden von den Heidelsheimern an diesem Sonntag mittels Absperrbändern und Stöcken, also den Toren abgesteckt, um bei diesem Wettbewerb den Fahrern den Weg und die Hindernisse, die es zu bewältigen galt, zu zeigen. Der Schwierigkeitsgrad wurde hierbei mit Einsteigerklasse gewählt, was für einen unbedarften Zuschauer fast schwer ist zu glauben ist, sieht er doch die Fahrzeuge auf sandigem Untergrund fast im 45° Winkel den aufgeschütteten Berg mehr oder auch weniger mühelos hinauffahren. Es ist ein nicht unbedingt schneller Sport, Kraft des Fahrzeuges und Geschick des Fahrers bestimmen hier mehr über Sieg oder Niederlage. Aus ganz Süddeutschland sind 30 Fahrer und Beifahrer mit 15 Fahrzeugen angereist um Geschick und Fahrzeug miteinander zu messen, ein in jeder Hinsicht spannendes Event. Aber nicht nur für den passenden Untergrund haben die Gastgeber gesorgt, denn in der Feldküche sorgte Koch Michael dafür, dass die eisige Kälte mit Punsch und Eintopf etwas erträglicher wurde. Die Siegerehrung fand abends im Schützenhaus in geselliger Runde statt. Platziert wurden unter der Rubrik „Original“ Daniel Eberle von den AFH auf den ersten Platz, Klaus Bechthold den zweiten und Klaus Wanger den dritten Platz. In der Rubrik „Verbesserte“ erreichte Jürgen Wagner den ersten, David Eberle den zweiten und Bettina Wagner den dritten Platz. Der mit zwölf Jahren jüngste Teilnehmer dieser Runde, Sven Wagner, startete in der Juniorenklasse und erreichte den ersten Platz gefolgt von Lisa Lehmann und Enzo Wanger.

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