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Euro-Trial, die offizielle Geländewagen-Europameisterschaft

Link zur Homepage der Veranstaltung: www.eurotrial.no

Und so schlugen sich unsere 5 teilnehmenden Allrad-Freunde:

Original:
3. Platz: Mihaly Eigner (gestartet für Ungarn)

Standard:
2. Platz: Thomas Nest (Vizeeuropameister!)
12. Platz: Heinz Bertsch

Modified:
6. Platz: Jürgen Wagner
11. Platz: Georg Pirthauer

Herzliche Glückwünsche unseren Fahrern und insbesondere unserem Thomas zum Vizeeuropameister-Titel!

Danke an Bettina Wagner, für nachstehenden Bericht:


Eurotrial 2008 in Norwegen

Ende Juli 2008 fand das diesjährige Eurotrial in Süd-Norwegen in der Nähe von Gjerstad statt. Das deutsche Team wollte nahezu vollständig antreten, ein Starter in der Klasse Promodified fehlte, ansonsten waren alle fünf Klassen Original, Standard, Modified, Promodified und Proto voll besetzt, zzgl. ein Europameister in Standard, unser Mitglied Heinz Bertsch, und ein Starter mit der “Wild Card“. Einige der Starter fuhren schon einige Zeit vor der Euro nach Norwegen, um noch ein wenig Urlaub zu machen, wir selbst wollten auch schon Dienstag/Mittwoch vor der eigentlichen Veranstaltung in Norwegen sein, um alles gemütlich einzurichten, und Jürgen musste als Präsident ja auch an den Sitzungen vor der Veranstaltung anwesend sein. Auch unser Mitglied Georg hatte sich zeitlich den gleichen Rahmen gesetzt und so taten wir uns zusammen und buchten gemeinsam den Trip nach Norwegen. Zugfahrzeug und Unterkunft stelle Georg, mit seinem als Wohnmobil ausgebauten Koffer. Hinter dem Wohnabteil hat auch noch sein Fahrzeug, der „G-oliath“ noch Platz. In unserem Anhänger sollten Teile, Jürgens Trialfahrzeug „Garfield“ und unser Gast, Andy Riethmüllers Promodified „Cinderella“ mitfahren. Samstags , eine Woche vor dem Eurotrial, fiel dann der Startschuss.

Morgens noch die letzten Sachen in den LKW verstaut, Kühlbox füllen und los ging's gen Norden. Wie geplant kamen wir am Samstagabend in Husum an, wo wir unseren Sven „einsammeln „ wollten, der mit dem Fanfarenzug der Heidelsheimer Feuerwehr bei einer befreundeten Wehr zum dortigen „Hafenfest“ war. Wir wurden unbürokratisch auch zum Hafenfest chauffiert und hatten einen lustigen interessanten Abend in Husum, der jedoch erst am frühen Morgen endete. Nach ausgiebigem Frühstück inkl. Duschen bei der Husumer Feuerwehr ( nochmals vielen Dank, falls es einer von euch Husumern liest) fuhren wir dann zu viert weiter zur Fähre in Dänemark. Was nicht so ganz glatt lief war dass Georgs Frischwassertank einen Riss bekam und sich des Wasser zum befeuchten der Strasse vom Acker machte, statt uns zum kochen oder duschen zu dienen. In Dänemark in der Nähe der Fähre angekommen entdeckten wir ein Plätzchen mit Wasser und Strom, so konnten Georg und Jürgen den Tank schweißen und wieder füllen. Außerdem machten wir auf diesem Patz noch einen Tage Rast, bummelten durch die Fußgängerzone und das Einkaufszentrum.

Dann stand am Sonntag die Überfahrt von Dänemark nach Norwegen an. Tickets mit Angaben der Fahrzeug- und Anhängermaße hatten wir, doch trotzdem zickte man erst ein wenig herum an der Fähre. Sollten doch das Wohnmobil mit 9,80 mtr und der Anhänger mit 8,70 mtr nicht den „Standardmaßen“ entsprechen??? Aber Tickets mit Maßen waren vorhanden und so durften wir dann doch einchecken. Die knapp dreistündige Fahrt mit der Fähre ging dank Duty-free-Shop und Computerspielen recht schnell vorüber. Zum Trialgelände mit Fahrerlager war es nicht mehr allzu weit und wir wurden abends vom deutschen Team herzlich empfangen. Schnell erfuhren wir das die Sektionen schwierig und materialmordend und die Nächte hell und lang sind. Bald konnten wir dem zu 100% zustimmen. Die Organisation der Norweger, alle Achtung, bezüglich ALLEM war gigantisch gut durchdacht.

Es wurde wie immer vor der Euro feste geschraubt und lange gefeiert, egal wo, im eigenen Camp oder bei befreundeten Nationen. Freitag dann Fahrzeugabnahme, was wieder schrauben hieß um den Anforderungen zu entsprechen oder um noch kleine Verbesserungen vorzunehmen. Dann die Fahrerparade mit Fahrt übers Industriegebiet und durchs Festzelt mit Vorstellung der einzelnen Fahrer.
Dann ab Samstag wurde es ernst. Keine lange Party im Zelt, keine langen Lagerfeuer, Vorbereitung und Anspannung vor der Euro 2008!! Samstag ging’s dann ganz früh los. Eine der Sektionen hatten wir uns als Startsektion ausgewählt und siehe da es ging besser als gedacht. Auch die anderen Sektionen waren recht gut zu fahren aber man musste konzentriert das Gelände im Auge haben und ab und zu ordentlich Gas geben um die Felsen zu erklimmen. Bei uns lief es ganz gut, der Garfield hatte keinen technischen Defekt und kaum Blechschäden abbekommen. Leider wurde uns in einer Sektion ein Stein zum Verhängnis der sich in unser Differential krallte und nicht mehr los lies. Georg haderte mit den harten Federn im Goli und fuhr dadurch ganz ungewohnt behutsam durch die Sektionen. Die Sektionen der Original und Standardklasse waren komplett von denen der Modified, Promodified und Proto getrennt. Erst abends konnten wir uns mit den anderen austauschen, aber die Stimmung war allgemein positiv. Am Sonntag wurden die Tore in anderer Reihenfolge befahren und dies war teilweise ein wenig chaotisch. Etwas zu lange Wege bzw. zu kurze Zeit und oft kein „Notausgang“. Daraus resultierten mehr Beulen im Blech bzw. härterer Materialeinsatz. Am schlimmsten erwischte es Christof „Schumi“ bei dem es in Führung liegend ein komplettes Rad aus den Radschrauben von der Achse riss und er somit einen Abbruch kassierte.

Womit auch alle zu kämpfen hatten, sowohl Samstag wie Sonntag, war die Hitze. Ca. 30 Grad sind für Norwegen schon heftig warm. Mehr oder weniger heil überstanden wir dann auch den Sonntag. Und nachdem wir gegessen hatten tauften wir endlich Bregers Promodified auf den schönen Namen auf "Cinderella". Jedes Fahrzeug braucht doch seinen Namen, oder? Danach machten wir uns fein zur Siegerehrung. Leider zog sich die Siegerehrung sehr lange hinaus, wegen technischer Probleme. Die sehr zufriedenstellenden Ergebnisse findet ihr durch obigen Link. Nur soviel will ich sagen: Deutschland ist VIZEMEISTER !!!

Am Montag mussten wir dann auch schon leider wieder die Heimreise antreten. Die war bezüglich einchecken an der Fähre und lecken Tanks wesentlich problemloser und so kamen wir Dienstagnacht bzw Mittwoch wieder wohlbehalten zu Hause an. Nächstes Jahr ist Deutschland an der Reihe das Eurotrial auszurichten. Die Vorbereitungen laufen im Hintergrund schon seit einiger Zeit und werden mit Sicherheit bald forciert werden. So eine Euro bedeutet eine Menge Arbeit und Verantwortung. Hoffen wir, dass Deutschland das alles so gut bewältigt bekommt wie unsere norwegischen Freunde (Siegerehrung natürlich besser) und freuen wir uns auf die Euro 2009.

Bettina


Viele Fotos sind z. B. zu finden unter: www.vdgv.net - Album und unter http://amund.bilbygging.no - Album

Und auch ein Video unter: www.youtube.de - Eurotrial 2008