Bettina Wagner, AFH-Mitglied und DGM-Starterin schreibt zum DGM-Jahr:

Dieses Jahr waren die Berichte zur DGM Saison ein bisschen spärlich. Das liegt zum größten Teil daran, dass es schwierig ist, wenn man selber fährt einen Bericht über alle und die gesamte Veranstaltung zu schreiben. Also einfach mal ein kurzer Überblick zum Allgemeinen, denn meistens läuft es in der DGM so ab: Freitagnachmittag/-Abend ist Anreise, dann sucht der Erste, der eintrifft ein Plätzchen um möglichst viele Clubkameraden um sich zu scharen. Wohnwagen/LKW ausrichten, Grill anwerfen, wenn dann die meisten eingetroffen sind, geht man zusammen ins Zelt. Gemeinsamer gemütlicher, oft feucht fröhlicher Abend. Morgens geht’s dann los mit Papiere-holen, Abladen, Fahrerbesprechung und allem was so dazu gehört. Dann ist man den ganzen Samstag mit Fahren, Anstehen, Wege und die richtige Spur finden, Abwägen, Schrauben, etc. beschäftigt und sieht die Clubkameraden nur sporadisch um mal kurz den aktuellen Stand abzuchecken. Abends dann die Siegerehrung und die Party. Sonntagmorgen zusammenräumen und ab nach Hause um alles wieder zu verstauen, reparieren und den nächsten Lauf anpeilen.

So lief es im Großen und Ganzen auch dieses Jahr. Achim Schaller und Kerstin Petereit durften wir als neue Clubmitglieder und Modified Starter begrüßen, ansonsten sahen die Starter (bis zum Endlauf, da gab‘s ein paar Änderungen) wie folgt aus.

Klasse Original: Uli Klamt, Daniel und David Eberle.
Klasse Standard: Kristoffer und Thomas Nest, Henrik Schäfer und Bettina Wagner.
Klasse Modified: Georg Pirthauer und Jürgen Wagner.
Leider hatten wir in den Klassen Promodified und Proto quasi keine Starter, und grade hier konnte man dieses Jahr auf Grund der geringen Starterzahl Punkte vor allem für die Mannschaft sammeln.

Beim diesjährigen Endlauf gab es bei den Allrad-Freunden-Heidelsheim jedoch ein paar Änderungen. Thomas Nest, der seinen Startplatz in Standard für die Euro in Schweden schon „gebucht“, sprich durch entsprechende Erfolgte ausgefahren hatte, startete mit seinem CJ5 in der Klasse Promodified. Ebenso in Promodified hatte Andreas Heneka genannt der mit Ralf Haag (Proto) einen Doppelstart auf dem neu aufgebauten Fahrzeug unternehmen wollten. Dieses neue Fahrzeug lockte ein paar Neugierige an, die das schon über ein Jahr angekündigte „Objekt“ endlich sehen wollten. Ein größeres Hallo lösten allerdings David und Daniel Eberle aus, die am Freitagabend einen „neuen-alten“ Bekannten ins Fahrerlager brachten. Norbert Reiners ehemaligen „Geröllheimer“. In bekanntem Design, jedoch mit Kotflügeln um dem Reglement zu entsprechen, sorgte er für Gesprächsstoff im Fahrerlager. Somit war klar, der eventuell zu erringende Startplatz von David für Schweden fiel der neuen Herausforderung „Promodified“ zum Opfer. Ein neuer Starter der AFH in der Klasse Original war Bernd Muskatewitz. Dank neuer Hinterachssperre mit dem SJ in Original statt im Fun Cup.

Wie erwartet hatten die Night Hunter einen anspruchsvollen und wie sich herausstellte material-mordenden Trial ausgesteckt. Ein frühes Opfer, allerdings weniger wegen des harten Trials, als mehr den Tücken der Technik, wurden Andreas und Ralf. Während bei Ralf „nur“ ein feststeckender Rückwärtsgang einen Abbruch forderte, zerstörte Andreas kurz darauf die komplette Vorderachse. Ein frühes, nicht auf die schnelle reparables Aus für die beiden. Auch Achim Schaller knackte seine Vorderachse und musste aufgeben. Ebenso erging es Georg, der auf Grund seines langen Radstandes die 12. Entschuldigung, 11 Zylinder seines Goli forderte und leider beim Aufkommen ebenfalls die Vorderachse zwangsläufig killte. In der Klasse Modified gab es allgemein die meisten Ausfälle und Reparatureinsätze während dieses Laufes. Die restlichen Fahrzeuge der AFHeV-ler schlugen sich tapfer und hielten den harten Bedingungen stand. Doch den ganzen Tag war Konzentration in den Sektionen gefordert, denn „Autobahnen“ gab es keine. Der Wettergott war allen wohlgesonnen und unzählig viele Zuschauer brachten die Night Hunter zusätzlich ins Schwitzen. Die bekannt gute Küche und der Durst forderten einigen Nachschub. Das große Zelt war abends zur Siegerehrung brechend voll. Viele gesponsorte Sachpreise und die Pokale wurden aufgebaut und dann folgten die Tagessiegerehrung, Sachpreisverlosung, kurze Pause, Jahressiegerehrung und wieder Verlosung. Die Stimmung war trotz der fortgeschrittenen Stunde einfach nur super. In der Pause zwischen den beiden Siegerehrungen folgte noch eine kleine, bereits vorangekündigte Aktion. Einige der Night Hunter fanden, dass der Schnauzbart von Jürgen und Georg ja wohl nicht mehr „in“ ist und endlich weg muss. Muggi engagiert dafür extra eine Friseurin, die die beiden um ihren Bart bringen sollte. Keiner der Eingeweihten hatte damit gerechnet, dass die beiden so brav Ihrem Aufruf nach vorne folgen und sich rasieren lassen würden. Aber wie heißt es ja so schön, „geteiltes Leid ist halbes Leid“. Nach der Rasur fand sich die einstimmige Meinung, dass die beiden jünger aussehen und Ihnen den „neue Look“ gut steht. Anschließend an Siegerehrungen und Verlosungen wurden noch lange die neuen Meister gefeiert.

Die DGM Familie geht nun in die Winterpause, um Reparaturen und kleine und große Verbesserungen am geliebten Gefährt zu realisieren. Bestimmt werden sich einige während der Pause bei diversen „Fremdveranstaltungen“ wieder sehen und die lange Winterpause reicht bestimmt wieder nicht für alle geplanten Vorhaben. Trotzdem freuen sich alle bestimmt schon auf die Saison 2010, bei der man alle wiedersieht.

Viele Fotos zum Endlauf, der Tages- und der Jahressiegerehrung finden sich unter: www.vdgv.net - Album

Und so schlossen unsere 17 teilnehmenden Mitglieder die Saison 2009 ab:


Original:
12. Platz: David Eberle
14. Platz: Daniel Eberle
16. Platz: Uli Klamt
18. Platz: Mihaly Eigner

Standard:
2. Platz: Thomas Nest
5. Platz: Bettina Wagner
12. Platz: Henrik Schäfer
17. Platz: Kristoffer Nest

Modified:
2. Platz: Jürgen Wagner
8. Platz: Georg Pirthauer
10. Platz: Achim Schaller

Pro-Modified:
8. Platz: Andreas Heneka
9. Platz: Daniel Eberle
10. Platz: David Eberle
11. Platz: Thomas Nest

Prototypen:
9. Platz: Magyar Szilard
9. Platz: Ralf Haag

Mannschaft:
4. Platz: Allrad-Freunde-Heidelsheim 1
7. Platz: Allrad-Freunde-Heidelsheim 2

Gratulation an alle unsere Platzierten!

Die Gesamtergebnisse aller DGM-Starter könnt Ihr dieser Tabelle (Quelle www.vdgv.net) entnehmen: